

Hatten auf der Nordseite des Himalaya vor allem Gletscherflüsse den Fluss im Laufe des Frühjahres anschwellen lassen, so sind es auf der Südseite die gewaltigen Wassermassen des Sommermonsuns, die den Brahmaputra, den „Sohn des Schöpfers“, nun über die Ufer treten lassen. Tonnen und Abertonnen von Regen lassen ganze Landstriche, wie etwa den Kaziranga-Nationalpark im indischen Bundesstaat Assam, für Monate von der Landkarte verschwinden.
Nun zeigt sich der Brahmaputra von seiner dunklen Seite und macht sich erbarmungslos über die Ufer des Nationalparks her. Allen Tieren, ob Elefant, Panzernashorn oder Kobra, bleibt jetzt nur noch die Flucht.
Weiter flussabwärts, jenseits der Garo-Khasi-Berge, wo das Land zum Schwemmland hin abbricht und alles Wasser ergießt, liegt das Tiefland von Bangladesch. Der riesige, träge dahinfließende Fluss speist nun das Bengal-Delta, mit rund 150 Millionen Menschen eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt. Der Brahmaputra ist Schöpfer und Zerstörer zu
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 06.05.2024 um 02:15 Uhr auf phoenix.