

Philae war schon im Altertum ein bedeutender Kult- und Wallfahrtsort. Wegen der imposanten Tempelanlagen und der pittoresken Lage im Nil beeindruckte die Insel europäische Reisende der letzten Jahrhunderte, so etwa auch den französischen Autor Pierre Loti - er nannte den Komplex die "Perle Ägyptens". Das Eiland war rund 460 Meter lang und 150 Meter breit, mit vielen Palmen und Sträuchern bewachsen, und umgeben vom Nilwasser stellte es ein farbenprächtiges Natur-Kultur-Ensemble inmitten der nubischen Felsenwüste dar.
Dabei steht das antike Heiligtum inzwischen nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz, sondern musste infolge steigender Wasserstände durch Stauseeprojekte in einer mehrjährigen Rettungsaktion mit Unterstützung der UNESCO, einer der teuersten archäologischen Maßnahmen dieser Art überhaupt, geborgen und 600 Meter versetzt auf einer Nachbarinsel wieder im Originalzustand aufgebaut werden.
Das Autorenteam, Claudine Le Tourneur d'Ison und Olivier Lemaître, erhielt mit Unterstützung de
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 28.04.2024 um 07:55 Uhr auf HR.