

Eigentlich könnte er das mitteldeutsche Pendant zum "amerikanischen Traum" verkörpern: Statt vom Tellerwäscher zum Millionär schaffte es Carl Adolph Riebeck vom Bergwerksjungen aus dem Harz zum Großindustriellen in Halle, der im mitteldeutschen Raum bei seinem Tod 15 Kohlebergwerke, 27 Brikettpressen, 31 Schwelereien, drei Mineralölfabriken, 13 Ziegeleien sowie eine Brauerei und eine Hand voll Rittergüter zu vererben hatte.
Dennoch wurde dieser Selfmademan der Gründerzeit kaum angemessen gewürdigt, obwohl er für die Entwicklung des mitteldeutschen Industriereviers eine entscheidende Rolle spielte. Dieser erfolgreiche Unternehmer passte in kein Klischee und ließ sich auch von späterer Geschichtsschreibung nicht so recht von jemandem vereinnahmen.
Aus eigener Kraft arbeitet er sich zum Bergbauinspektor hoch, wegen Beteiligung an der 1848er Revolution sitzt er im Gefängnis und als ihn seine Arbeitgeber wegen seiner niederen Herkunft nicht weiter aufsteigen lassen wollen, macht er sich selbstständ
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 18.04.2024 um 23:10 Uhr auf MDR.