

Rita Prigmore blickt aus dem Fenster auf das malerische Mainufer der Stadt Würzburg. Obwohl sie genau hier infolge der Menschenrechtsverletzungen der NS-Pseudowissenschaft schlimmste Misshandlungen erfahren hat, liebt Rita Prigmore ihre fränkische Heimatstadt. Seit dem 16. Jahrhundert ist ihre Familie fest verwurzelt in der Gegend. Ihre Vorfahren haben hier als Korbflechter für die Weinbauern, als talentierte Spitzenklöpplerinnen oder als Künstler und Musiker gearbeitet. Ritas Mutter, Theresia Winterstein, war am Würzburger Stadttheater eine beliebte Tänzerin und Sängerin. Aber auch wenn die Familie ein selbstverständlich integrierter Teil der Gesellschaft war und voll und ganz dazugehörte: Gegen den Rassenwahn der Nazis war kein Ankommen.
Die NS-Rassengesetze legitimierten das perfide Rechtssystem, durch das Sinti-Familien zunächst systematisch diskriminiert, als "nicht lebenswert" definiert und schließlich zu einem Großteil umgebracht werden konnten. Wer nicht ins Konzentrationslager deportie
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 12.04.2024 um 20:15 Uhr auf ARD alpha.