

Über vierzig Jahre ist es her, als Karin Reuter ihr Püppchen verlor. Auf dem Fenstersims des Drehrestaurants im Henninger-Turm hatte es gesessen. Einige Tische weiter fand sie das Püppchen zum Glück wieder. Heute als Erwachsene dokumentiert Karin Reuter, waschechte Sachsenhäuserin, den Bau des neuen Turms, in dessen Nachbarschaft sie aufgewachsen ist. Denn spätestens mit seinem Ende im Jahre 2012 wurde der Turm Kult.
Viele Frankfurter trauerten um das eigenwillige Bauwerk, das bis 1974 nicht nur das höchste Gebäude Frankfurts war, sondern auch das höchste Getreidesilo der Welt mit Aussichtsrestaurant. Kaum ein Frankfurter, der nicht in seiner Kindheit wenigstens einmal darin gesessen und im Kreis gefahren ist. Bei atemberaubendem Blick über die Stadt kam man an den Worten „Römer“, „Paulskirche“ oder „Goetheturm“ vorbei, die am unteren Rand der Fensterscheiben klebten und dem Gast die Aussicht bezeichneten.
Über all dem Abschiedsschmerz verloschen beim Ableben des Turms vor allem di
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 01.05.2024 um 10:30 Uhr auf HR.