

An einem Tag im Sommer 2006 konvertiert Karoline Roscher-Lagzouli in einer salafistischen Hinterhofmoschee in Köln zum Islam. Trotz anfänglicher Zweifel bleibt sie der Gruppe viele Jahre treu, findet dort Antworten auf die großen Fragen des Lebens und neue Freundinnen. Sie kapselt sich ab von der Außenwelt, versucht nach der vermeintlich reinen Lehre des Propheten zu leben. Sie beginnt lange Gewänder zu tragen, Schmuck, Schminke oder lackierte Fingernägel sind tabu.
Ihren Mann Hassan, ein liberaler Muslim, versucht sie zu missionieren. Trotzdem bleibt er bei ihr. „Ich habe immer gewusst, dass sie irgendwann zurückkommt“, sagt Hassan. Karolines atheistische Eltern sind empört, schreiben ihr besorgte Briefe. Doch wenn sie aufeinandertreffen, herrscht großes Schweigen über die neue religiöse Heimat der Tochter. Erst als Karolines Vater stirbt, beschließt sie, dem Salafismus den Rücken zu kehren. „Ich wollte nicht mehr in dieser dunklen Welt leben, ich wollte endlich leben“, sagt sie heut
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 11.04.2024 um 02:25 Uhr auf tagesschau24.