

"Werden wir nach der Ukraine die Nächsten sein?" Das fragen sich derzeit viele Menschen in Lettland, Estland und Litauen. 40 Jahre gehörten die baltischen Länder unfreiwillig zur Völkerfamilie der Sowjetunion. Seit ihrer Unabhängigkeit Anfang der 1990er-Jahre sind sie die ungeliebten westlichen Nachbarn von Russland und Weißrussland.
Ihre Mitgliedschaften in NATO und EU empfinden sie als größte Sicherheit vor Putin und seinen Träumen, von denen die Balten nicht wissen, ob er sie irgendwann wahr macht. "Wenn ich wollte, stünden russische Truppen in zwei Tagen in Riga, Vilnius und Tallinn", soll Putin dem früheren ukrainischen Präsidenten Poroschenko einmal gesagt haben.
In den baltischen Staaten leben viele Russen, die einst als Sowjetbürger dort sesshaft wurden. Allein in Estland sind es 25 Prozent der Bevölkerung. Und vom lettischen Daugavpils, der "russischsten" Stadt innerhalb der Europäischen Union, spricht man sogar von der "lettischen Krim". Führt der Krieg in der Ukraine auch zu ein
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 28.03.2024 um 01:15 Uhr auf RBB.