

Der ehemalige Häftling und Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn legte vor rund 50 Jahren ein erschütterndes Zeugnis von der menschenverachtenden Maschinerie des Gulags ab. Sein Werk "Der Archipel Gulag" beschreibt die stalinistischen Lager als Inseln der Unmenschlichkeit, Unterdrückung und Vernichtung, als geschlossene Räume mit eigenen Regeln und Gesetzen.
In der Dokumentation zeichnet Natalia Solschenizyn, russische Historikerin und Witwe von Alexander Solschenizyn, die Geschichte des Buches nach und schildert, wie es dem russischen Autor und Dissidenten gelang, diesen einzigartigen Meilenstein politischer Literatur trotz permanenter Überwachung durch den KGB zu schreiben.
Das subversive Werk löste eine der größten Kontroversen des 20. Jahrhunderts aus. Peter Schneider, Guy Konopnicki, Jean Védrines und Raphaël Glucksmann haben die Debatten, die seinerzeit in Deutschland und Frankreich geführt wurden, nicht vergessen. Für die europäische Linke stellte das Erscheinen von "Der Archipel Gulag
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 20.03.2024 um 21:55 Uhr auf arte.