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Was macht uns depressiv?

42 - Die Antwort auf fast alles
Sonntag, 16.03.2025 05:50 Uhr
arte
Sonntag
16.03.2025
05:50 Uhr
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Bildquelle: ARD Foto
Bildquelle: ARD Foto

Dass Depressionen allein ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn sind, wurde mittlerweile in einer großen Studie widerlegt. „Es reicht nicht, um Depressionen zu erklären, es könnte nur ein Teil des Puzzles sein“, sagt Camilla Nord, Neurowissenschaftlerin an der Universität Cambridge. Aber was ist es dann? 
Sie und andere Forschende versuchen weiterhin zu verstehen, was in den Gehirnen und Körpern depressiver Menschen vor sich geht. Dabei untersuchen sie, welche Rolle Entzündungen, Gene oder Bakterien im Darm spielen. Eine vielversprechende Fährte führt zur Neuroplastizität. Das ist die Fähigkeit des Gehirns, sich ständig zu verändern. Bei Depressiven könnte diese verkümmert sein. Mithilfe von Psychotherapie, aber auch Antidepressiva oder neuen Wirkstoffen wie Ketamin oder Psilocybin, kann man sie anscheinend wieder ankurbeln.  
Andrea Jungaberle leitet eine Klinik in Berlin, die Behandlungen mit Ketamin anbietet. „Man macht mit Ketamin ein neuroplastisches Fenster auf“, erklärt die Psychotherapeutin, „auch in den Tagen und Wochen nach den Infusionen oder der nasalen Gabe sind die Patienten deutlich ansprechbarer für neue Lernerfahrungen.“ Doch die Behandlung mit Ketamin ist nur eine von vielen Therapiemöglichkeiten, die es für Erkrankte gibt.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 16.03.2025 um 05:50 Uhr auf arte.