

Die Tsaatan sind eines der letzten Nomadenvölker der Taiga. Die rund 200 Menschen leben in kleinen Familienverbänden in einfachen Zelten verstreut in einem riesigen Gebiet an der sibirischen Grenze im äußersten Norden der Mongolei. Gemeinsam mit ihren Rentierherden machen sie sich regelmäßig auf zu neuen Orten, an denen die für die Tiere unentbehrlichen Flechten wachsen. Diese althergebrachte Lebensart mitsamt schamanischer Rituale ist heute zunehmend bedroht.
Das „Rentiervolk“ steht vor einem Dilemma: Die mongolische Regierung hat die Schulpflicht für alle Kinder ab sechs Jahren eingeführt. Das Gesetz bedroht die Existenz der Nomaden, denn sie müssen sich während der fünf langen Wintermonate trennen. Während die Männer allein mit der Herde auf Wanderung gehen, müssen die Frauen und Kinder in der Nähe des einzigen Dorfes in dieser nahezu unbewohnten Gegend unterkommen.
Die Familien stehen vor einer Zerreißprobe und beginnen ihre Lebensart zu hinterfragen. Was ist besser: Sollen sie mit d
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 15.03.2024 um 16:00 Uhr auf arte.