

Auch nach 26 Jahren Frieden ist die Glut des Nordirlandkonflikts nicht gänzlich erloschen. Der Brexit hat die alten Spannungen wieder aufflammen lassen, die Wiedereinführung von Zöllen für Importe aus der EU hat schlafende Hunde geweckt. Die Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland, die seit der Teilung der Insel 1921 besteht, ist das Resultat zahlreicher Auseinandersetzungen, die nach dem Karfreitagsabkommen 1998 zur Ruhe kamen. Die Grenze wurde aufgelöst, die Wachtürme verschwanden. Zollkontrollen wurden überflüssig, da sowohl die Republik Irland als auch das Vereinigte Königreich Mitgliedsländer der EU waren. Doch der Brexit hat das fragile Gleichgewicht zerstört. Die Regierung in London hat Nordirland den EU-Austritt aufgezwungen und damit den Landesteil gegen sich aufgebracht. Nach langen Verhandlungen sehen die Post-Brexit-Regeln nun vor, dass Waren, die von der Insel Großbritannien kommen, bei ihrer Ankunft in Nordirland kontrolliert werden. Somit verbleibt Nordirland de facto im
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 02.04.2024 um 22:40 Uhr auf arte.