

Russland ist ihre Heimat. Irina Scherbakowa hat auch ukrainische Wurzeln und sagt, es ist ein Zufall, dass sie nicht in Kiew geboren sei. Die Historikerin und Menschenrechtlerin hat Moskau zu Beginn des Krieges mit der Ukraine Hals über Kopf verlassen. Nur kleines Gepäck nahm sie mit. In ihrem Buch "Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte" erzählt sie, die in einer russisch-jüdischen Familie aufgewachsen ist, von der ihr Leben begleitenden Frage ihrer Großmutter: "Was hat uns verschont?"
In den 1980er Jahren begründete sie die Menschenrechtsorganisation "Memorial" mit, die wohl bedeutendste Menschenrechtsorganisation in Russland, die Stalin-Opfer und deren Angehörige ermutigt, Zeugnis abzulegen. Ende Februar 2022 verfügte ein russisches Gericht in letzter Instanz die Auflösung von "Memorial". Die Geschäftsstellen wurden durchsucht, verwüstet und geschlossen. Viele Mitglieder wurden verhaftet. Irina Scherbakowa wurde in Abwesenheit zur Volksfeindin erklärt. Im Dezember 2022 wur
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 13.03.2024 um 22:55 Uhr auf arte.