

Der Kaiser ist auf seine Bischöfe angewiesen: Die Regierungsgeschäfte werden komplexer, und er ist viel unterwegs. Deshalb braucht er vor Ort Verbündete, die das Reich in seinem Sinne regieren. Ein neues Staatsverständnis entwickelt sich: Der Kaiser gibt einen Teil seiner Macht und Souveränität an Bischof und Bistum ab. Aber nicht nur der Ausbau einer Landeshoheit nach außen, auch der Aufbau einer Landesherrschaft im Innern des entstehenden Territoriums ist im vollen Gange. Hierzu benötigt der Bischof treue und fähige Dienst- und Gefolgsleute. Der Lehnsmann bekommt ein Stück Land, das er bewirtschaftet – dafür leistet er seinem Lehnsherrn Dienste, darunter auch Waffendienst.
Viele Ritter sind rücksichtslose Kämpfer, die die Straßen unsicher machen. Um dieser rohen Gewalt Einhalt zu gebieten, ruft die Kirche den "Gottesfrieden" aus, von mittwochs bis sonntags herrscht Waffenruhe. Wer sich nicht daran hält, wird bestraft und aus der Gemeinschaft ausgestoßen. Mit der Zeit kristallisiert sich e
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 06.03.2024 um 09:15 Uhr auf HR.