

Die Kreuzzüge sind der Inbegriff des "Heiligen Krieges". Doch die Wurzeln dieses 200-jährigen Konflikts lagen nicht nur in der Religion, sondern auch in der wirtschaftlichen Verfassung des mittelalterlichen Europas. "Zur Zeit der Kreuzzüge erlebte Europa mehrere Dürren, die die Menschen den Glauben an alles verlieren ließen", sagt Antoine Domit, Geschichtsprofessor an der Libanesischen Universität in Beirut. In Europa kam es zu einem Machtkampf zwischen Kirche und Staat, zwischen Papst und König.
Nach Jahrhunderten europäischer Herrschaft, vor allem durch die Armeen des kaiserlichen Roms, war der Mittelmeerraum unter muslimische Kontrolle geraten. Ihr Machtbereich reichte von Spanien im Westen bis zum östlichen Mittelmeer im Osten. Europa war regelrecht umgeben von Muslimen.
"Für die Europäer ist der Osten Tausendundeine Nacht und steht für Reichtum, schöne Kleidung, junge Konkubinen, blühendes öffentliches Leben, Lieder und Kultur", sagt Elias al-Kattar, Geschichtsprofessor an der Libanesisc
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 02.03.2024 um 00:45 Uhr auf phoenix.