

Nutrias sehen aus wie Biber mit Rattenschwanz, sind aber südamerikanische Nagetiere. Seit Jahrzehnten besiedeln sie Europas Seen, Flüsse und Kanäle. Dort bauen sie Höhlen in die Uferböschungen, knabbern an der Vegetation und gefährden damit Deiche und Dämme. Die Tiere stammen aus Pelzfarmen, in denen sie noch bis Ende des 20. Jahrhunderts wegen ihres Fells gezüchtet wurden. Viele brachen aus. Außerdem wurden nach dem Zusammenbruch des Handels viele Tiere freigelassen. Ungestört verbreiteten sie sich in den vorhandenen Wasserläufen aus.
Auf Beschluss der Europäischen Union stehen die gebietsfremden Nager als Invasoren auf der Liste unerwünschter Arten und sollen bekämpft werden. Das hat gute Gründe: Im Naturschutzgebiet Bienener Altrhein im Westen Deutschlands haben sie beispielsweise die Röhrichtvegetation derart geschädigt, dass seltene Wasservogelarten Brut- und Nahrungsplätze verloren haben. In den Niederlanden versuchen Jäger, die Nutrias auszurotten, weil sie Dämme und Deiche unterh
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 06.03.2024 um 09:50 Uhr auf arte.