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Glanz und Pracht - Die Pariser Oper Garnier

Frankreich 2020
Sonntag, 04.02.2024 02:25 Uhr TV-Tipp
arte
Sonntag
04.02.2024
02:25 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Paris, 1858: Beim Besuch der damaligen Pariser Oper entkommen Napoleon und die Kaiserin in den düsteren Gassen nur mit Glück einem Attentat. Der spektakuläre Bombenanschlag läutet nicht nur einen politischen Wendepunkt ein, sondern bestätigt Napoleon in seinem Entschluss, ein neues, prunkvolles und sicheres Opernhaus in Auftrag zu geben. Die Ausschreibung gewinnt Charles Garnier: Der junge und noch unbekannte Architekt lässt sich europaweit von den besten Ideen der damaligen Zeit inspirieren, bevor er den prestigeträchtigsten Bau des Zweiten Kaiserreichs in Angriff nimmt.  Schon bei ihrer Einweihung schrieb die Garnier-Oper mit ihrer Architektur und den neuen raumgestalterischen Konzepten Geschichte. Der Schriftsteller Gaston Leroux verhalf ihr zu weltweitem Ruhm, indem er sie zum geheimnisvollen Schauplatz seines Romans „Das Phantom der Oper“ machte.
Paris, 1858: Nach einem Attentat an der damaligen Pariser Oper, das ihn und die Kaiserin beinahe das Leben gekostet hätte, beschließt Napoleon III., in seiner Hauptstadt ein neues, prunkvolles und vor allem sicheres Opernhaus bauen zu lassen. Entgegen aller Vorhersagen gewinnt ein junger, unbekannter Architekt den Wettbewerb: Charles Garnier. Fast 15 Jahre lang baut Charles Garnier mit seinem Team und Hunderten von Handwerkern das größte Theaterhaus des 19. Jahrhunderts. Der junge Architekt setzt moderne neue Werkstoffe wie zum Beispiel Metall ein und beschäftigt die größten Talente seiner Zeit, etwa den Bildhauer Louis-Félix Chabaud. Bis zur Fertigstellung der Oper ist Garnier immer starkem Gegenwind ausgesetzt: von kleinlicher Polemik, die von enttäuschten Konkurrenten ins Leben gerufen wurde, bis hin zur Kritik der republikanischen Opposition, die in der Oper ein Sinnbild für alle Ungleichheiten sieht. Trotz der unverbrüchlichen Unterstützung durch den Kaiser weht Garnier auch die Unbill des berühmten Baron Haussmann entgegen, denn dieses mit allen bekannten Regeln brechende Bauprojekt bringt die perfekte Harmonie von Hausmanns Pariser Stadtplanung durcheinander. Der Dokumentarfilm erzählt die Entstehungsgeschichte der Pariser Opéra Garnier. Das Gebäude und sein Grundriss brachen mit allen bisher bekannten künstlerischen, technischen und raumgestalterischen Konzepten eines Opernhauses. Veranschaulicht durch exklusive Archivbilder führt dieser Spaziergang hinter die Kulissen eines der berühmtesten Bauwerke von Paris, Symbol für den Stil des Zweiten Kaiserreichs unter Napoleon III. und der darauf folgenden frühen Dritten Republik.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 04.02.2024 um 02:25 Uhr auf arte.