Mafia und Banken (3/3)

Grenzenloses Verbrechen

Quelle: ARD-Pressebild
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Die dritte Folge veranschaulicht neue kriminelle Geschäftsmodelle, die unter staatlichem Schutz ablaufen. Kurz vor dem Fall der Mauer nimmt der KGB sowjetische Bodenschätze in Beschlag, um sie teuer an den Westen zu verkaufen. Der Geheimdienst beauftragt Geschäftsmänner mit Kontakten zur Mafia damit, seine schwarzen Kassen über Konten im Ausland zu verwalten. Im folgenden Jahrzehnt übernimmt das organisierte Verbrechen die Kontrolle über das Bankensystem der jungen Russischen Föderation.
Nach der Ernennung des ehemaligen KGB-Agenten Wladimir Putin zum Präsidenten beginnt im Jahr 2000 eine mafiöse Staatspolitik. Das organisierte Verbrechen unterstützt den Kreml. Die Kapitalflucht erreicht astronomische Größen und Banken errichten wahre Geldwäsche-Pipelines auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.
Auch China bleibt nicht tatenlos. Die Triaden fassen in Kanada Fuß, wo sie das Geld aus Drogengeschäften in den Casinos von Vancouver und Toronto waschen. Dies geschieht unter dem Schutz von Vertretern der Kommunistischen Partei Chinas, die mit mexikanischen Kartellen und halbstaatlichen kriminellen Vereinigungen wie der libanesischen Hisbollah zusammenarbeiten.
Nach 2010 legen mehrere Leaks das Volumen an schmutzigem Geld auf Offshore-Konten offen. Westliche Staaten sehen sich zu Reaktionen gezwungen. Obwohl die USA diesen Kampf anführen, lassen sie auf ihrem Boden Steuerschlupflöcher und undurchsichtige Finanzzonen zu.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 01.12.2023 um 11:00 Uhr auf arte.