Kennedys Liebe zu Europa

Deutschland 2020

Quelle: ARD-Pressebild
Quelle: ARD-Pressebild

Als John F. Kennedy im Juni 1963 West-Berlin besucht, versammeln sich Millionen von Menschen auf den Straßen. Sie feiern den US-Präsidenten wie einen Popstar. Was steckt hinter dem politischen Promi, der Anfang der 60er Jahre erst die USA und dann den halben Erdball begeisterte?
Die Dokumentation kehrt zurück zu Kennedys Anfängen als abenteuerlustiger Student in den 30er-Jahren und erzählt sein Leben anhand seiner Reisen durch das Europa der Vor- und Nachkriegszeit. Kennedy flirtet viel, lässt sich vom kulturellen Erbe begeistern und beginnt über politische Zusammenhänge nachzudenken. Ein junger Mann, der seinen Weg im Leben sucht.
Kennedys Reisetagebücher, Notizen und Briefe geben Einblicke in die Grundlagen für seine politischen Einsichten und Fehlurteile. Die Dokumentation zeigt den jungen Kennedy als diplomatischen Anfänger, politischen Naivling und gescheiterten Frauenhelden. Die Nationalsozialisten findet er zunächst faszinierend, dann erkennt er, welche Gefahr von ihnen ausgeht. Erst nach und nach distanziert sich Kennedy von den reaktionären politischen Vorstellungen seines Vaters. Im zerstörten Berlin befragt er 1945 als Reporter die vom Krieg traumatisierten Menschen und ist erschüttert über ihre Schicksale. Später reift er zum besonnenen Politiker, der gegenüber der UdSSR eine Doppelstrategie aus Machtdemonstration und Verhandlungsbereitschaft entwickelt.
„Kennedys Liebe zu Europa“ schaut hinter die Kulissen der legendären Rede am Berliner Rathaus 1963 und zeigt, wie viel Wahrheit in Kennedys berühmtem Satz „Ich bin ein Berliner“ steckt. John F. Kennedy hat Europa kennen und lieben gelernt. Seine Idee eines starken Europas an der Seite der USA ist noch heute visionär.
Film von Kai Christiansen und Dirk Eisfeld

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 22.11.2023 um 21:00 Uhr auf NDR.