

Alexander Schweitzer verlässt Istanbul, die Metropole am Bosporus, vom Bahnhof Haydarpasa aus auf Gleisen der ehemaligen Bagdadbahn. Vor ihm liegt eine fast 1.900 Kilometer lange Bahnfahrt durch Anatolien bis zum größten See der Türkei, dem Vansee ganz im Osten. Hier ist es nicht mehr weit bis zur iranischen Grenze.
Der Film zeigt eine moderne Türkei mit Hochgeschwindigkeitszügen, genauso wie althergebrachte Traditionen. Auch in der Hauptstadt Ankara wird der Spagat zwischen Modernität und Tradition deutlich. Moderne Glasarchitektur und das Strammstehen der Schüler beim Singen der Nationalhymne - auch das ist die Türkei von heute.
Von Ankara aus legt Alexander Schweitzer seine Reise im Transasia-Express zurück, einem Zug, der Istanbul mit Teheran verbindet. Er führt immer weiter Richtung Osten, vorbei an schneebedeckten Bergen. Schweitzer erlebt einen Turkmenen bei seiner Arbeit als Schafhirte und lauscht einer Musikart, bei der die Sänger Nadeln zwischen die Lippen stecken. Es ist ein Wettbewerb, bei dem der erste, der blutet, verliert.
Immer weiter rattert der Zug Richtung Osten. Noch weiter im Osten geht es im Kurdengebiet durch das "Tal des Todes". Östlich von Elazig wird der Zug von Sicherheitsleuten bewacht. Die PKK ist hier aktiv. Nach weiteren Stunden erreicht Schweitzer den Vansee. Er ist etwa sieben Mal so groß wie der Bodensee. Im See soll es ein Ungeheuer geben, das auf den Namen "Vanessie" hört. Etwa neunzig Kilometer vor der Grenze zum Iran endet diese einzigartige Fahrt durch eine Türkei fernab der Touristenströme.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 27.10.2023 um 20:15 Uhr auf ARD alpha.