Gigantische Müllberge aus Pullovern, Kleiderfetzen, Schuhen und Perücken - so sieht es hier in Chile aus, in der Atacama-Wüste. Der Kleidermüll wird aus der ganzen Welt - auch aus Europa - hierher verbracht. Unter den Müllbergen auch offenbar Socken aus Deutschland mit einem Verkaufs-Etikett. Es riecht nach chemischen Ausdünstungen, doch manche Menschen leben von diesem apokalyptischen Kleiderberg, zum Beispiel Manuela Olivos. Neben ihrer kleinen Holzhütte stapeln sich tonnenweise Altkleider. Sie recycelt den Kleidermüll, oftmals sogar Neuware, die in den Fußgängerzonen der reichen Länder nicht verkauft werden konnte. Überproduktion der sogenannten Fast Fashion - dem Prinzip, in schneller Abfolge minderwertige Ware auf den Markt zu werfen. Was die Industrienationen nicht wollen, landet zu großen Teilen hier in der chilenischen Freihandelszone "Zofri" - 59.000 Tonnen Kleidung pro Jahr. Mittlerweile haben sich hier vor allem Geflüchtete aus den Nachbarländern und aus Venezuela angesiedelt. Moderne Lumpensammler.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 24.10.2023 um 04:40 Uhr auf ORF 3.