

Der Amoklauf an einem Erfurter Gymnasium vom 26. April 2002 ist in die Geschichte eingegangen als schwärzester Tag Thüringens seit der Wende. Vor nunmehr 20 Jahren erschoss ein ehemaliger Schüler insgesamt 16 Lehrer, Schüler und Sekretärinnen und dann sich selbst. Bisher kannte man in Deutschland Amoklauf an Schulen nur als Phänomen aus den USA – dem Land milder Waffengesetze. Durch dieses Massaker sind in Erfurt und Umgebung rund 10.000 Menschen traumatisiert worden, viele davon schwer oder sehr schwer, teilweise mit Suizidgefährdung. Ein Ereignis, das viele Biographien einschneidend verändert hat.
Basierend auf einer fünfteiligen Mediatheksserie erzählt dieser Film aus fünf Perspektiven, wie Lehrer und Schüler, Retter und Helfer diesen Tag erlebt und für sich selbst verarbeitet haben. Allen, die vor der Kamera ihre Geschichte erzählen, ist gemeinsam, dass sie sich verändert haben – sie sich seitdem mehr um ihre Mitmenschen kümmern, mehr aufeinander aufpassen, sich mehr sozial engagiere
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 17.09.2023 um 22:20 Uhr auf MDR.