Nur eines hatte Breshnev ihm versprochen: Waffen im Wert von 100 Millionen Dollar. Damit wollte Allende im Bunde mit General Augusto Pinochet der unzufriedenen Armee ein Geschenk machen und ihre Loyalität sichern. Was er nicht wusste: Die Sowjetunion hatte den USA zugesichert, sie würde Allende nicht retten.
Die Historiker gehen bis heute davon aus, dass Allende zum Zeitpunkt seines Todes alleine war, und dass es keine Zeugen gibt. Die Recherche - 30 Jahre später - ergibt: In Wahrheit waren zwölf seiner Getreuen bei ihm, als er sich erschoss. Einer der wenigen Überlebenden, Allendes Leibwächter Pablo Zepeda, bricht das Schweigen und erzählt vor der Kamera, was in den letzten Minuten von Allendes Leben geschah.
Er starb wie der Held einer griechischen Tragödie, moralisch unbesiegt, aber politisch gescheitert und einsam. Die Menschen, die mit ihm im Regierungspalast Moneda ausharrten, erzählen von ihren letzten Erlebnissen mit Allende, darunter seine Tochter Isabel. Ein bewegender und spannender Film, der mit Legenden aufräumt und die Wahrheit über Allendes Leben und Tod erzählt.
Film von Wilfried Huismann
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 11.09.2023 um 00:05 Uhr auf tagesschau24.