

Die Ukraine hat eine sehr ausgeprägte Getreidewirtschaft, was sich auch in der Nationalflagge widerspiegelt: Der blaue Teil symbolisiert den Himmel, der gelbe Teil steht für ein Getreidefeld. Die extrem fruchtbaren Böden haben das Land zu einem wichtigen globalen Getreideproduzenten gemacht.
Seit den ersten Tagen der Invasion warnen Experten davor, dass der Krieg in der Ukraine aufgrund der Unterbrechung der globalen Versorgungsketten, insbesondere der Getreideexporte, eine weltweite Nahrungsmittelkrise auslösen könnte, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat. Sie schätzen, dass mindestens vierzig Millionen Menschen auf der ganzen Welt in extreme Armut gedrängt werden könnten, was wiederum eine neue weltweite Migrationswelle in Regionen auslösen würde, die weit vom Konflikt entfernt sind.
Ukrainische Samen landen dabei oft in den russischen Taschen. Seit Beginn der groß angelegten Invasion gab es zahlreiche Berichte aus den besetzten Gebieten über gestohlene oder zerstörte Getreidelieferungen, aber auch symbolträchtige Wassermelonen. Für die berühmten Kirschen aus Melitopol gilt das immer noch. Beim St. Petersburger Wirtschaftsforum im Juni 2023 wurden sie Putins Gästen als Delikatesse serviert, “Made in Russia” - als eine Art Trophäe.
Wie werden Lebensmittel zum Symbol in Kriegszeiten? Wie stark sind sie umkämpft? Und wie sehen ganz konkret die Herausforderungen für Bauern aus, deren Böden in die Schusslinie geraten?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 06.09.2023 um 00:30 Uhr auf arte.