Manche Nachrichten aus Russland klingen nach anderen Zeiten: ein möglicher Pestfall, zunehmende Bärenangriffe und unerwünschte Recherchen oder Aktionen, die direkt ins Gefängnis führen.
Wie es sich dort anfühlt, hat der US-Amerikaner Evan Gershkovich am eigenen Leib erleben müssen. Der Journalist des Wall Street Journal wurde 2023 wegen angeblicher Spionage festgenommen und in einem geheimen Prozess zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Erst nach 491 Tagen Haft wurde er im August 2024 durch einen Gefangenenaustausch freigelassen. Bei Tracks East spricht er über seine Erfahrungen und über sein neues Buch. Darin erzählt er von seinem Alltag im Gefängnis, aber auch, wie er Russland vor seiner Verhaftung erlebt hat.
Von der Zeit im Gefängnis kann auch die gerade mal 19 Jahre alte Diana Loginowa von der Petersburger Band "Stoptime" erzählen. Nachdem ihre regimekritischen Straßenauftritte bekannt wurden, nahmen die Behörden die Musiker der Band mehrfach fest. Schließlich verließen sie ihr Heimatland.
Auch die einfachen Bürger bekommen Veränderungen zu spüren. Knappe Treibstoffversorgung ist eine Folge ukrainischer Drohnenangriffe und steigender Inflation. Was das bedeutet, will ein anonymer Reporter für Tracks East herausfinden. Er besucht den Ort "Diktatura", rund vier Autostunden von Moskau entfernt. Hier findet er nicht nur im Ortsnamen die Spuren der Sowjetunion wieder.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 14.11.2026 um 19:40 Uhr auf arte.