

Er ist zwar kein Robin Hood, aber populär ist er immer noch in Altbayern, der Räuber und Wilderer Mathias Kneißl; immerhin gibt es über ihn den volkstümlichen Spruch: "Mir geht's etwas besser als an Kneißl - und den habn' s köpft!" Außerdem lebt er in Liedern und Gstanzln fort, es gibt eine nicht unbeträchtliche Literatur über ihn - Grund genug, sich mit seinem Leben zu beschäftigen.
Mathias Kneißl wird 1875 in Sulzemoos, 45 Kilometer nordwestlich von München geboren. In dieser Gegend verbringt er auch den Großteil seines kurzen, wilden Lebens. Mit seinem Namen verbinden sich viele abenteuerliche Geschichten. Kneißl ist aber nicht der wilde Draufgänger, als der er in vielen Erzählungen geschildert wrid. Gehetzt und gejagt, mit einem Leben voller Hast und Unruhe scheint er eher ein Opfer seiner Zeit zu sein. Erst 26 Jahre alt, wird Mathias Kneißl 1901 in Augsburg durch die Guillotine hingerichtet.
Der Film zeigt die Stationen des kleinen Räubers aus Sulzemoos, der in seinem Ringen mit der Obrigkeit zum oberbayerischen Volkshelden wird.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 20.05.2023 um 22:40 Uhr auf ARD alpha.