

Fünf Jahre "Re:" - Geschichten aus Europa: Als die neue ARTE-Reihe "Re:" aus der Taufe gehoben wurde, war es ein Experiment: Würde es gelingen, jeden Werktag spannende, relevante, hintergründige Geschichten zu erzählen, die gleichzeitig nah am Zeitgeschehen in Europa sind? Fünf Jahre später ist "Re:" eine feste Größe bei ARTE geworden.
Ein umstrittener Trend hält Einzug in Deutschlands Vorgärten: Schotter, Kiesel und Splitt als moderne Alternative zum wilden Grün. Die neue Lust auf Stein zeigt sich eindrucksvoll bei einem Streifzug durch so manches Neubaugebiet. Pflegeleicht und ästhetisch sagen Befürworterinnen und Befürworter, umweltschädlich und hässlich, finden Kritikerinnen und Kritiker. Schottergärten sind in einigen Bundesländern bereits verboten.
Zurecht, sagt Ulf Soltau, ein Biologe aus Berlin, der sich vehement gegen diese Entwicklung einsetzt.
Seine Lösung: Humor und mediale Aufmerksamkeit. Die von ihm gegründete Facebook-Seite "Gärten des Grauens" illustriert satirisch die steinernsten Gärten Deutschlands. Dabei geht es ihm nicht nur um die Ästhetik, sondern um die ökologischen Folgen der buchstäblichen Verwüstung deutscher Vorgärten. "Es ist nicht legal, was da passiert", sagt er. Durch die Abdeckung mit Unkrautvlies oder Teichfolie werde der Boden wasserfest versiegelt, unter dem Gewicht der Kiesel und des Splitts verdichte sich der Boden.
Dass Steingärten nicht zwangsweise Lebensraum für Insekten und Vögel zerstören, sondern mit richtig ausgewählten Pflanzen pflegeleicht, attraktiv und artenreich sein können, beweist der Kiesgarten, den die Grande Dame der britischen Gartengestaltung, Beth Chatto nahe London in der Region Colchester angelegt hat. Auf einem ehemaligen Parkplatz in der trockensten Region Englands, wo die Niederschlagsmenge vergleichbar mit der in Israel ist, schuf sie Anfang der 90er Jahre ein botanisches Meisterwerk: mit robusten Stauden, die lange Hitzeperioden überstehen und ausreichend Wurzeln bilden können.
Fünf Jahre "Re:" - Geschichten aus Europa
Als die neue ARTE-Reihe "Re:" aus der Taufe gehoben wurde, war es ein Experiment: Würde es gelingen, jeden Werktag spannende, relevante, hintergründige Geschichten zu erzählen, die gleichzeitig nah am Zeitgeschehen in Europa sind?
Fünf Jahre später ist "Re:" eine feste Größe bei ARTE geworden. Hier sieht das Publikum Geschichten von Menschen, die Europa ausmachen. Von Ukrainerinnen und Ukrainern, die aus dem Kriegsgebiet in die Sperrzone von Tschernobyl ziehen, um dort in Frieden zu leben. Von Prostituierten in Amsterdam, die um ihr Rotlichtviertel kämpfen. Von Menschen aus Afghanistan, die in Europa eine neue Heimat finden. Oder von einem Dorf in Südtirol, das Pestizide auf Apfelplantagen im Alleingang verbieten will.
"Re:" lässt Europäerinnen und Europäer selbst zu Wort kommen: unvoreingenommen, neugierig, konstruktiv, grenzüberschreitend.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 01.05.2023 um 19:40 Uhr auf arte.