

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine wächst bei den Menschen in der benachbarten Republik Moldau die Angst, dass ihr Land als nächstes auf Russlands Liste stehen könnte. Diese Gefahr sieht auch Maia Sandu, die proeuropäische Präsidentin des Landes: "Wir haben militärische Aktivitäten unweit der Grenzen der Republik Moldau. Das ist eine dramatische Situation für unser Nachbarland. Für uns ist es äußerst bedrohlich." Die Sorge ist begründet. Seit 1992 kontrolliert Moskau die abtrünnige Region Transnistrien im Osten Moldaus und hat dort Truppen stationiert. Seit dem Angriff auf die gesamte Ukraine schicken russische Politiker und Propagandisten unverblümte Drohungen auch in Richtung Moldau, sogar Ankündigungen einer bevorstehenden russischen Invasion. Vor kurzem hat sich die Situation im Land zugespitzt: Wladimir Putin hat ein Dekret annulliert, das bislang die Achtung der Souveränität Moldaus zusicherte. Am 10. Februar trat die Regierung zurück. Drei Tage später gab Maia Sandu bekannt, dass konkrete russische Pläne zur Destabilisierung Moldaus aufgetaucht seien, mit Sabotageakten und anderen gewalttätigen Aktionen, darunter Angriffen auf Regierungsbüros und Geiselnahmen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 08.05.2023 um 16:45 Uhr auf Phoenix.