Mitte der 1970er Jahre warnen die US-Wissenschaftler:innen Mario Molina und Sherwood Rowland vor einer großen Gefahr für die Erde: Langlebige Chemikalien wie Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe könnten die schützende Ozonschicht des Planeten zerstören. Die Folgen: eine rasante Zunahme von Hautkrebserkrankungen und klimatischen Veränderungen. Doch den beiden Forschenden will niemand glauben, denn FCKW, das chemische Wundermittel der 1920er Jahre, wird für vieles benötigt: als Kühlmittel für Kühlschränke oder als Treibstoff für Deo- und Haarsprays. Mitte der 1980er Jahre entdeckt die amerikanische Forscherin Susan Salomon, dass FCKW-Chemikalien ein großes Loch in der Ozonschicht über der Antarktis verursacht haben. Am 16. September 1987 einigen sich mehr als 30 Staaten, die FCKW-Produktion einzustellen. Das "Montreal-Protokoll" gilt bis heute als herausragendes Beispiel für den globalen Umweltschutz - und das Ozonloch hat sich langsam wieder geschlossen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 15.04.2023 um 07:30 Uhr auf SWR.