ESC zum Schließen · Enter zum Suchen

Wenn die Natur aufhorchen lässt

Das Mysterium des lautlosen Schreis
Freitag, 31.03.2023 17:50 Uhr
arte
Freitag
31.03.2023
17:50 Uhr
Teilen:
Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Im Laufe der Evolution entwickelten die Tiere unterschiedliche Arten akustischer Kommunikation. Landtiere nutzen zum Beispiel die Beschaffenheit des Bodens, um sich mit ihren Artgenossen zu unterhalten oder Eindringlinge zu vertreiben. Im Etosha-Nationalpark in Namibia fängt Caitlin O’Connell mit Hilfe unterirdischer Messgeräte die „Gespräche“ von Elefanten ein. Die Dickhäuter haben Sensoren an ihren Fußsohlen, mit denen sie Signale ihrer Artgenossen wahrnehmen können.
Doch nicht nur Elefanten haben außergewöhnliche Verständigungsarten entwickelt. In der Kalahari-Wüste untersucht Marta Manser seit über 20 Jahren das Verhalten von Erdmännchen und wie sie sich in ihrer Gemeinschaft verständigen. Sie haben über 30 verschiedene Laute in ihrem Vokabular - ein Rekord im Tierreich. Kanadische Präriehunde kommunizieren per Ultraschall, damit ihre Feinde sie nicht hören.
Insekten wiederum produzieren eine unglaubliche Vielfalt an Klängen, wie Jayne Yack in Boston nachgewiesen hat. Manche Schmetterlingsarten haben Ohren, um herannahende Feinde hören zu können. Raupen vermögen bei Gefahr Schreie von sich geben, obwohl sie über keinen Stimmapparat verfügen. Das Schreien der Raupen ist ein Abwehrmechanismus gegen Vögel und andere Fressfeinde, die dadurch erschreckt und verscheucht werden sollen.
Rund um die Welt nutzen Tiere die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um Töne zu produzieren und damit zu kommunizieren. Nach und nach lüftet die Wissenschaft die Geheimnisse dieser verblüffenden Sprache.
Tiere kommunizieren auf unendlich viele Arten miteinander. Doch die akustische Kommunikation ist der sicherste und schnellste Weg der Verständigung im Tierreich. Wissenschaftler aus aller Welt erforschen die Kommunikation der Tiere. Daraus entstand eine neue, eigenständige Disziplin: die Bioakustik oder Tierstimmenforschung. Von den Meerestiefen vor der Südspitze Afrikas bis zu den Weiten der kanadischen Prärie - in dieser Reihe gewähren Tierstimmenforscher auf fünf Kontinenten Zutritt zu ihren Freilichtlaboren: Sie vermitteln faszinierende Einblicke in ein unbekanntes und kurioses Reich der Töne. Die Kamera begleitet sie auf ihren vielfältigen Klangreisen - unter Wasser, zu Lande und in der Luft.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 31.03.2023 um 17:50 Uhr auf arte.