ESC zum Schließen · Enter zum Suchen

Die Römer im Südwesten (2/2)

Leben in Germanien
Freitag, 07.04.2023 09:20 Uhr
SWR
Freitag
07.04.2023
09:20 Uhr
Teilen:
Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Im zweiten Teil ihrer Zeitreise spürt Moderatorin Lena Ganschow dem Alltag der Römer in Germanien nach. Wie haben sie gelebt? Wie haben sie sich vergnügt? Und: Was kam bei ihnen auf den Tisch?

* Städtebau in der Pfalz: Augusta Treverorum

Die Reise ins Alltagsleben der Römer beginnt in der ältesten Stadt Deutschlands, in Trier, dem damaligen Augusta Treverorum. Bis heute ist die Porta Nigra das Wahrzeichen der Stadt. Wie die Römer ihre Städte bauten, mit welcher Technik und welchen Materialien sie Häuser errichtet haben, rekonstruieren Archäologen und Historiker mit Nachbauten und wissenschaftlichen Experimenten.

* Lebensstoff Wasser

Neben Wohn- und Sakralbauten schufen die Römer ein weit umspannendes Versorgungsnetz für Frischwasser. Wie konnte es ihnen gelingen, Wasserleitungen über viele Kilometer so zu bauen, dass die Städte immer ausreichend Wasser hatten?
Wasser verbrauchten sie reichlich: Für ihre Thermen, für ihre Gewerke, aber auch für die öffentlichen Bedürfnisanstalten. Frischwasserversorgung und Abwasserentsorgung war in ihren Städten auf einem Stand, der in Deutschland erst wieder im 19. Jahrhundert erreicht wurde!

* Antikes Recycling

Den Urin in den öffentlichen Toiletten sammelten die Färber ein. In römischen Färbereien wurden mit Hilfe des ammoniakhaltigen Urins Stoffe gefärbt. Ein heutiger Versuch an der Fachhochschule Köln vollzieht die übel riechende, aber ausgereifte Färbetechnik von damals nach.

* Römische Küche

Was die Römer in den germanischen Provinzen kultivierten, bereichert unseren Speiseplan noch heute: Kräuter, Wein, viele Obstsorten. Wie das römische Essen geschmeckt hat erfährt Moderatorin Lena Ganschow auf einer "kulinarischen Zeitreise". In der Villa Borg im Saarland wird nach damaligen Rezepturen gekocht.

* Brot und Spiele

Das Essen der Gladiatoren bestand in erster Linie aus Hülsenfrüchten. Ein harter Test für junge Studenten der Universität Regensburg. Unter wissenschaftlicher Beobachtung trainierten und lebten sie 3 Monate lang wie ihre antiken Vorbilder. Doch Nahrung und medizinische Versorgung waren trotz des kargen Lebens für die meisten Gladiatoren zunächst eine Verbesserung. Als Kriegsgefangene, Sklaven, zum Tode Verurteilte entrechtet, hatten sie zu den Spielen "begnadigt", immerhin eine Überlebenschance.

* Experten vor Ort

Auf ihrer Spurensuche stehen Lena Ganschow in dieser Folge u.a. Dr. Eckart Köhne vom Landesmuseum Trier, der Archäobotaniker Prof. Dr. Manfred Rösch von der Universität Heidelberg und Ruth Heisel vom saarländischen Archäologiepark Römische Villa Borg als Experten zur Seite.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 07.04.2023 um 09:20 Uhr auf SWR.