

Zimmerschluchten, grandiose Säle, Prunkräume mit kostbarer Ausstattung, verborgene Treppenhäuser und ein verschlossener Tresor - das Neue Palais in Potsdam ist weit mehr als ein Museum.
Als der letzte Bewohner, Wilhelm II., das Schloss 1918 verließ, ging eine Ära zu Ende: die Herrschaft der Hohenzollern in Preußen und damit die Monarchie in Deutschland. Historiker begannen im Neuen Palais sämtliche Spuren der kaiserlichen Familie zu beseitigen.
Zu negativ war die öffentliche Wahrnehmung Wilhelm II. nach dem Schrecken des verlorenen Weltkriegs. Unmittelbar nach der Kapitulation Deutschlands im November 1918 wurden die ersten Maßnahmen eingeleitet, um das Neue Palais wieder mit einer positiven Bedeutung aufzuladen: Hinfort mit den Spuren Wilhelm II., Rückbesinnung auf glorreiche Tage!
Wie die Ausstellung "Kaiserdämmerung - Das Neue Palais zwischen Monarchie und Republik", die bis Mitte November 2018 am authentischen Ort im Neuen Palais zu sehen war, erzählt auch die Dokumentation vom Aufstieg und Fall Preußens. Die Regisseurin und Kunsthistorikerin Grit Lederer befragt Wissenschaftler und Historiker nach Schlossgeschichten.
Exklusive Aufnahmen der Appartements sowie der illustren Säle gewährleisten dem Zuschauer einen einmaligen Blick hinter die Kulissen des größten Schlossbaus Friedrich II.
Film von Grit Lederer
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 14.03.2023 um 21:00 Uhr auf RBB.