

USA: Helen Slottje nutzte einen Artikel in der amerikanischen Verfassung, der den Stadtverwaltungen Entscheidungsfreiheit über die Landnutzung garantiert, um Städte im Bundesstaat New York im Kampf gegen Öl- und Gasunternehmen und beim Erwirken lokaler Fracking-Verbote zu unterstützen.
In Indien unterstütze Ramesh Agrawal indigene Völker, die ihr Recht auf Information über Industrieprojekte einforderten. Gemeinsam setzten sie die Schließung eines der größten Kohlebergwerke von Chhattisgarh durch.
Der international anerkannte Fledermausexperte und Zoologe Suren Gazaryan prangerte wiederholt Korruption in der russischen Regierung an und ging gegen die illegale Nutzung von geschützten Waldflächen an der russischen Schwarzmeerküste vor.
Die peruanische Aktivistin Ruth Buendía mobilisierte das Volk der Asháninka erfolgreich zum gemeinsamen Kampf gegen ein groß angelegtes Staudammvorhaben. Dieses hätte die indigenen Menschen, die gerade erst den peruanischen Bürgerkrieg überstanden hatten, einmal mehr von ihrem Land vertrieben.
Der Biologe Rudi Putra rodet in Indonesien illegale Ölpalmenplantagen, für die im Norden Sumatras große Flächen entwaldet werden. Dies gefährdet unter anderem den Lebensraum des akut vom Aussterben bedrohten Sumatra-Nashorns.
In Südafrika vereinte Desmond D'Sa die verschiedenen Volksgruppen im Süden von Durban. Gemeinsam erwirkten sie die Schließung eines Giftmülllagers, das die lokale Bevölkerung gefährlichen Chemikalien ausgesetzt und damit deren Recht auf eine sichere und gesunde Umwelt verletzt hatte.
Die Serie „Umweltaktivisten an vorderster Front“ porträtiert Bürgerinnen und Bürger auf allen Kontinenten, die große Veränderungen in Gang gebracht haben und für ihr Umweltengagement mit dem Goldman Environmental Prize ausgezeichnet wurden. Die rund 40 Personen haben ein gemeinsames Anliegen: Sie verbinden den Kampf gegen Umweltverschmutzung und Raubbau mit dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 11.02.2023 um 06:50 Uhr auf arte.