

Die Rauhnächte - zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag - gelten seit Menschengedenken als Schwellenzeit zwischen Dunkel und Licht, Vergänglichem und Ewigkeit, Altem und Neuem. Gerade im süddeutschen Raum hat sich ein starker Volksglaube gehalten. In einer dreiteiligen Reihe setzt das SWR Fernsehen
Sagengeschichten aus der Zeit "zwischen den Jahren" in Szene, unter anderem mit Natalia Avelon und dem Esslinger Schauspieler Gerhard Polacek. Wie ein roter Faden ziehen sich auch die Gespräche mit dem Schauspieler Harald Krassnitzer durch die drei Teile des Films. Krassnitzer, bekannt u. a. als Tatortkommissar Moritz Eisner, beschreibt seine persönliche Faszination für die Rauhnächte. Auch Krimi- und Fantasyautoren, Räuchermanufakturen und Coachinganbieterinnen haben die Magie der Rauhnächte für sich entdeckt.
Frau Perchta - auch bekannt als Frau Holle, gespielt von Natalia Avelon - geht um und segnet die, die ihr Geschenke bringen. Doch wehe, man versucht sie zu beobachten. Eine junge Magd muss das bitter erfahren - sie erblindet. Birgit Jaeckel schreibt Fantasyromane. Sie macht sich in "Das Erbe der Rauhnacht" den Mythos zunutze und entführt ihre Leser und Leserinnen in eine Welt mittelalterlicher Bräuche. Frau Perchta verkörpert die weibliche Seite der Rauhnächte. Spiritualität, Fruchtbarkeit und Wachstum sind ihre Elemente. Melanie Manns in Menzenschwand greift das auf. Sie bietet Natur-Coaching an und sucht Lösungen für innere Konflikte.
Die Rituale der Rauhnächte sind denen bestimmter Achtsamkeitsseminare durchaus verwandt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 29.12.2022 um 05:30 Uhr auf SWR.