"Der ferne Klang" so nannte Fred Zinnemann die Erinnerung an seine alpinen Wiener Jugendtage. Es ist kein Zufall, dass einer der besten jemals gedrehten Bergsteigerfilme - "Am Randes des Abgrunds" - von Fred Zinnemann stammt. Selbst ein begeisterter Alpinist, war er Mitglied der jüdischen Sektion des Alpenvereins Donauland, bevor er aus beruflichen Gründen Wien über Paris und Berlin verließ und schließlich auf Empfehlung in den USA landete. Mit 5 Oscars gekrönt, erfüllte er sich 1982 in seiner letzten Regiearbeit den Wunsch nach einem in den Bergen spielenden Film. In seiner Jugend war Zinnemann nämlich ein ambitionierter Bergsteiger gewesen und schrieb in einem Briefwechsel mit Lutz Maurer, dem Regisseur dieser Dokumentation: "Hie und da träume ich noch immer von der Pallavicini-Eisrinne am Großglockner" , und ein andermal: "Herzlichen Dank für den schönen Enzian", als dieser ihm einen Blumengruß aus den Alpen nach London sandte. Die Dokumentation zeigt seine Wurzeln, wichtige Stationen seines Lebens und seine prägende Liebe zu den Bergen. Zinnemann als Mensch und Künstler. Zu sehen sind neben Zinnemann auch Interviews mit seinem Wiener Schul- und Jugendfreund, Billy Wilder, der die Traumfabrik Hollywood ebenso prägte wie er. (Doku 2017)
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 27.10.2022 um 16:50 Uhr auf ORF 3.