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Re: Theresienstadt und das Lager

Maroder Gedenkort oder lebenswerte Stadt?
Dienstag, 27.09.2022 19:40 Uhr
arte
Dienstag
27.09.2022
19:40 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Michaela Vidláková wurde 1942 mit ihren Eltern nach Theresienstadt deportiert. Die tschechische Stadt Terezín war ein Jahr zuvor von den Nazis als jüdisches Ghetto eingerichtet worden. Ein Viertel der Gefangenen, etwa 33.000, starben vor allem wegen der entsetzlichen Lebensumstände im Lager. Etwa 88.000 Häftlinge wurden von 1941 bis 1945 weiter nach Auschwitz-Birkenau und andere Konzentrationslager deportiert. „Theresienstadt spielte eine große Bedeutung in der Geschichte des Holocaust“, sagt die Zeitzeugin, die mittlerweile 85 Jahre alt ist. „Es war ein Vorraum der Hölle.“
Heute leben knapp 2.000 Menschen in Theresienstadt, die Erinnerungsorte sind verfallen. Die Stadtverwaltung will sie restaurieren und auch Michaela Vidláková setzt sich für ihren Erhalt ein. Doch bisher fehlen zahlungskräftige Investoren für die Restaurierung der historischen Festungsstadt.
Für viele Einwohnerinnen und Einwohner ist Terezín aber ein ganz normaler Wohnort. Jiří Hofman ist mit seiner Familie dorthin gezogen und wünscht sich, dass gerade jüngere Menschen es ihm nachtun. „Die Geschichte des Ghettos darf natürlich nicht ausgelöscht werden“, sagt der Historiker, „aber sie sollte nicht der einzige Grund sein, nach Terezín zu kommen“. Die Zukunft einer Stadt zu gestalten, die Wohnort und Mahnmal zugleich ist - eine komplexe Aufgabe und eine große Herausforderung für alle Beteiligten.
Nah dran, authentisch, echt – der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht Re: in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 27.09.2022 um 19:40 Uhr auf arte.

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28.09.2022 12:05arte27.09.2022 19:40arte