

Als das Land der offenen Fernen wird die Rhön oft bezeichnet, und das ist sie wie kein anderes Mittelgebirge in Deutschland. Das Biosphärenreservat Rhön im Dreiländereck Bayern, Hessen und Thüringen beheimatet Schwarzstörche in urigen Buchenwäldern, Kathedralen von Basaltfelsen, Moore und eiszeitliche Blockschutthalden, Uhus und Wiesenweihen, ebenso Borstgrasrasen und Bergwiesen mit Arnika und Türkenbund, traditionelle Mähwiesen mit Wachtelkönig und Birkhuhn und nicht zuletzt orchideenreiche Kalkmagerrasen voller Schmetterlinge und Raritäten wie der Berghexe.
Seit Urzeiten ist dieses Gebirge besiedelt. Auf der Milseburg hatten bereits die Kelten ein tausend Einwohner großes Oppidum. Bis ins 10. Jahrhundert gehörte die Rhön zum Altgau Buchonia, dem Buchenland, das schon die Römer kannten. Im Mittelalter zogen bedeutende Handelsstraßen über die Rhön, deren Hochflächen nun fast völlig waldfrei waren. Damals entstand die Lange Rhön, ein offener etwa dreißig Kilometer langer Höhenzug mit B
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 23.07.2022 um 21:45 Uhr auf HR.