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Mit jedem Herzschlag - Leben retten in der Charité (4/10)

Getrübtes Glück?
Mittwoch, 20.07.2022 21:15 Uhr
RBB
Mittwoch
20.07.2022
21:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild


* Lebendnierenspende: Doppel-OP für Mutter und Tochter

Für Sophie Lembrecht verläuft die Pubertät anders als bei gleichaltrigen Teenagern: keine Partys, kein Studium, sondern immer wieder Aufenthalte im Krankenhausalltag und Schonkost. Die 24-Jährige leidet an einer sogenannten IgA Nephritis. Bei der Erkrankung zerstören Antikörper nach und nach die eigenen Nieren. Sophie braucht nun dringend eine Spenderniere. Diese soll sie in wenigen Tagen von ihrer Mutter Ariane bekommen. Vor der großen OP muss Sophie aber noch einmal auf die Dialysestation zu einer speziellen Blutwäsche. Weil Sophie noch Antikörper im Blut hat, die sich gegen die Niere ihrer Mutter richten. Immer an Sophies Seite: ihr Verlobter Stefan, der ihr moralischen Beistand leistet.

* Notaufnahme Mitte: Dauerstress und Ungewissheit

Seit fünf Stunden läuft die Schicht von Stephanie Dickow und Luna Ferreira-Hartmann, ohne Pause. Die beiden sind zwei von rund 5.000 Pflegekräften, die an der Charité Berlin rund um die Uhr im Einsatz sind. Steffi und Luna arbeiten schon seit Jahren in der Notfallmedizin. Ein besonders harter Job. Eine neue Patientin trifft mit gefährlich erhöhten Entzündungswerten ein. Bei ihr besteht die dringende Gefahr eines septischen Schocks. Notfallärztin Carola Misgeld übernimmt die Erstaufnahme. Trotz Dauerstress und hoher Belastung können sich die beiden Pflegerinnen keinen anderen Beruf vorstellen.

* Michael Möbius: Erfolgreiche Lebertransplantation trotz einiger Hürden

Vor sechs Wochen hat Michael Möbius an der Charité eine neue Leber bekommen. Die von Chirurg Dr. Georg Lurje durchgeführte Transplantation verlief erfolgreich. Doch dann ein herber Rückschlag für den 36-Jährigen: Eine Lungenentzündung verzögert den Heilungsprozess. Es bestand sogar kurzzeitig die Gefahr, dass sein Körper das neue Organ wieder abstößt. Nach 35 Tagen Rehabilitation im Krankenhaus ist für Michael Möbius heute ein langersehntes Ende in Sicht: Er darf endlich zurück nach Hause zu seiner Familie ins brandenburgische Templin. Transplantationschirurg Dr. Georg Lurje lässt seinen Patienten mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.

* Wurzelkanalbehandlung: Forschung meets Praxis

Für Oberärztin Dr. Kerstin Bitter steht heute in der Zahnklinik der Charité eine komplizierte Wurzelkanalbehandlung auf dem Programm. Lisbeth Marraud kommt zur zweiten Sitzung. Die Behandlung ist aufwändig, denn die Bakterien stecken tief in der Zahnwurzel. Neben dem Praxisalltag widmet sich Dr. Kerstin Bitter leidenschaftlich der Erforschung von Materialien für die Wurzelkanalfüllung. Im eindrucksvollen Elektronenspeicherring des Helmholtz-Instituts Berlin, dem sogenannten Bessy II, experimentieren Forscherinnen und Forscher aus aller Welt, um neue Forschungserkenntnisse in der Zahnmedizin zu gewinnen.

* Kaiserschnitt: eine besondere Geburt

2020 wurden rund 5432 Babys an der Charité geboren. Heute wird hier auch die kleine Zoey per Kaiserschnitt das Licht der Welt erblicken. Zoey ist ein besonderes Kind: Sie hat einen offenen Rücken, eine sogenannte Spina Bifida. Vor zwölf Wochen wurde das Baby von Heike Rusch-Heine und ihrem Mann Erik bereits im Mutterleib operiert. Das Ziel war, den Defekt minimalinvasiv möglichst früh zu verschließen. Beim bevorstehenden Kaiserschnitt ist für Prof. Wolfgang Henrich besonders die Erstversorgung von Zoey wichtig. Aus der voroperierten Stelle am Rücken darf nach der Geburt kein Nervenwasser mehr austreten. Dann wäre der Verschluss nicht ganz vollständig und das Risiko einer Infektion hoch. Um Baby Zoey nach der Geburt optimal versorgen zu können, wird sie die kommenden Tage auf der neonatologischen Intensivstation verbringen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 20.07.2022 um 21:15 Uhr auf RBB.