

Warum ließ sich der Mensch, nachdem er als nomadischer Jäger und Sammler gelebt hatte, eines Tages in Dörfern, Städten und Gemeinden nieder? Die Geschichte der Sesshaftigkeit beginnt im Südosten der Türkei auf dem Hochplateau des Göbekli Tepe, übersetzt „der bauchige Hügel“, wo sich das älteste monumentale Heiligtum der Menschheit befindet.
Hier errichteten die Menschen vor 11.500 Jahren zur Feier eines unbekannten (Toten-)Kults eine Stätte in Form einer kreisförmigen Steinanlage. Das Besondere sind die zahlreichen bis zu sechs Meter hohen und mit kunstvollen Hochreliefs verzierten T-förmigen Monolithen. Teils sind die Pfeiler mit Tierdarstellungen, teils mit Elementen in Menschengestalt versehen - möglicherweise Sinnbilder für Wesen aus einer anderen Welt. Die monumentale Tempelanlage war wahrscheinlich die Keimzelle für eine größere sesshafte Siedlung. Um dauerhaft an einem Ort zu leben, bedurfte es verlässlicher Nahrungsquellen. Die Entdeckung des Weizenanbaus vor rund 10.000 Jahre
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 16.07.2022 um 20:15 Uhr auf arte.