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Toyen: Die Malerin des Surrealismus

Tschechische Republik/Frankreich 2021
Dienstag, 12.04.2022 06:10 Uhr TV-Tipp
arte
Dienstag
12.04.2022
06:10 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Toyen, eigentlich Marie Cerminova, wurde 1902 in Prag geboren. Mit 16 Jahren verließ sie das Elternhaus und schloss sich einer anarcho-kommunistischen Zelle an. Kurzzeitig studierte sie Malerei, fand den akademischen Unterricht jedoch öde und erlernte die Malkunst lieber autodidaktisch. In den 20er Jahren beteiligte sie sich zusammen mit ihrem Freund, dem Maler Jindrich Styrsky, an der linken Gruppierung tschechischer Avantgardekünstler Devetsil. 1925 ging sie mit Styrsky für vier Jahre nach Paris, wo beide ihren eigenen Stil schufen und ihn „Artifizialismus“ nannten.
Als emanzipierte Frau identifizierte sich Toyen vollkommen mit dem Surrealismus der 30er Jahre. Während des Zweiten Weltkriegs versteckte sie in ihrer Prager Wohnung den jüdischen Dichter Jindrich Heisler. Mit ihm zusammen ließ sie sich 1947, kurz vor der Machtübernahme der Kommunisten in der Tschechoslowakei, endgültig in Paris nieder, da sie die Beschneidung ihrer persönlichen und künstlerischen Freiheit fürchtete.
Obwohl sich Toyen in die Surrealistengruppe um André Breton einbrachte, wurden ihre Werke lange als marginal betrachtet und erst nach ihrem Tod im Jahr 1980 bei der Versteigerung ihres Nachlasses einem breiteren Publikum bekannt. Seitdem erzielen sie enorme Preise auf dem Kunstmarkt und werden international ausgestellt.
Andrea Sedlackova geht in ihrem Dokumentarfilm den Geschichten nach, die sich hinter Toyens Gemälden verstecken. Wie nehmen Sammler heute diese fantasievollen Werke wahr? Was entdecken Galeristen und Kunsthistoriker darin? In den Interviews der Filmemacherin mit Zeitgenossen der Künstlerin erscheint Toyen als unkonventioneller Mensch, als kompromisslose und unter allen Umständen freie Künstlerin, als geheimnisvolle Rebellin mit grenzenloser Vorstellungskraft.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 12.04.2022 um 06:10 Uhr auf arte.

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12.04.2022 06:10arte27.03.2022 15:40arte