Das Leben von Erhard Jüsche verlief alles andere als rosig: Als Kind musste er mit seinen Eltern aus Ostpreußen fliehen und wurde dabei mit seiner gesamten Familie nach einem russischen Bombenangriff verschüttet. Seine Großmutter kam dabei ums Leben. Mit seiner Mutter und seinen Geschwistern wurde Erhard Jüsche in die DDR umgesiedelt, sein Vater zum Kriegsdienst eingezogen. Dann flüchtete die Mutter mit den Kindern in die Bundesrepublik, sie landeten in Norden in Ostfriesland. Dort verbrachte Erhard Jüsche zehn Jahre seines Lebens in einem Flüchtlingslager. Lesen und Schreiben lernte er erst mit fast zehn Jahren. In Ostfriesland lernte er seine Frau kennen, mit der er später nach Köln umzog. Nach einem erfolgreichen Arbeitsleben ist er an die Küste zurückgekehrt. "Und solange ich mit meinem Fahrrad den Deich hochkomme, kann ich auch dieses Haus und den Garten bewirtschaften", sagt er.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 29.03.2022 um 01:40 Uhr auf NDR.