

Helgoland ist Deutschlands einzige Hochseeinsel und etwas ganz Besonderes. Seit Jahrhunderten trotzt der rote Felsen den Elementen und bietet Mensch und Tier einen Zufluchtsort inmitten der rauen Nordsee. Tausende Zugvögel rasten hier auf ihrem kräftezehrenden Weg über die Deutsche Bucht, Seehunde und Kegelrobben bringen an den Stränden ihre Jungen zur Welt.
So klein die Insel mit 1,5 Quadratkilometern auch ist, bietet sie doch zu jeder Jahreszeit grandiose Naturschauspiele. Vor der Küste jagen Basstölpel in spektakulären Flugmanövern nach Fisch, am winterlichen Strand kämpfen massige Kegelrobbenbullen um die Weibchen, und wenn im Sommer die aufgeregten Rufe tausender Seevögel die roten Klippen erfüllen, ist es Zeit für den Lummensprung. Dann stürzen sich hunderte noch flugunfähige Trottellummenküken todesmutig aus dem Fels in die Tiefe, gelockt von ihren Eltern. Ein Spektakel, das sich die Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland nicht entgehen lassen. Alljährlich zählen und beringen sie die jungen Lummen und helfen auch mal nach, wenn der Sprung ins Wasser nicht glückt.
Das Hauptinteresse der Vogelforscher aber gilt dem Vogelzug. Seit über 100 Jahren werden die Frühjahrs- und Herbstwanderungen der Zugvögel von den Wissenschaftlern des Instituts für Vogelforschung dokumentiert und ausgewertet. Der Film "Helgoland- Insel im Sturm" zeigt die Vielfalt und die Besonderheiten der roten Insel und gibt darüber hinaus faszinierende Einblicke in die Arbeit der Vogelkundler.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 23.03.2022 um 03:15 Uhr auf Das Erste.