In der Genfer Konvention IV von 1949 wurde der Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten verankert. 70 Jahre später haben sich bewaffnete Auseinandersetzungen stark verändert. Ist dieses Abkommen überhaupt noch aktuell?
Heutige Kriege haben kaum noch Ähnlichkeit mit den Kämpfen während der beiden Weltkriege. Bewaffnete Milizen, der Einsatz geächteter Waffen, Massenmorde, Folter und religiös begründeter Fanatismus spielen zunehmend eine Rolle in kriegerischen Auseinandersetzungen.
Der Film führt den Zuschauer an Kriegsschauplätze in der Ukraine, im Irak und in Syrien. Die Protagonisten, Zivilisten und Militärangehörige, berichten von ihren Kriegserfahrungen und geben persönliche Einschätzungen dazu ab, inwiefern das „Genfer Abkommen über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten“ respektiert wird und Anwendung findet.
Zwar gibt es in heutigen Konflikten insgesamt weniger Kriegsopfer als in den beiden Weltkriegen, allerdings sind Zivilisten häufiger von Angriffen betroffen.
Zu Wort kommen auch Angehörige des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz und von Nichtregierungsorganisationen, die in Seminaren für Soldaten und Kämpfer über das Genfer Abkommen aufklären. Müssen die Genfer Koventionen aktualisiert werden?
Eine bewegende Dokumentation, die deutlich macht, wie schwer es ist, die roten Linien, die einst in Genf gezogen wurden, heute umzusetzen.
Film von Francois-Xavier Trégan
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 18.03.2022 um 19:15 Uhr auf phoenix.