Die Trakehner gelten als die älteste deutsche Reitpferderasse der Welt. Ihre Geschichte begann im 17. Jahrhundert in Ostpreußen. Auf Wunsch von König Friedrich Wilhelm I. wurden erstmals wendige, bewegliche Pferde für die Reiter der Kavallerie gezüchtet; es entstand eine neue Rasse, die bald zum Inbegriff des deutschen Reitpferdes und zum Vorbild für Züchter in aller Welt wurde. Das Gestüt, in dem ab 1632 schwere Bauerngäule in wendige Militärpferde verwandelt wurden, hieß Trakehnen; damals lag es in Ostpreußen, heute ist es ein kleines Dorf in der russischen Enklave Kaliningrad. 1945 überrollten sowjetische Truppen Ostpreußen, hunderttausende Menschen flohen in einem bitterkalten Winter Richtung Westen. Meist waren es Trakehner, die die Menschen trugen und die Wagen in sichere Gefilde zogen. Nach dem Krieg begannen einige Pioniere, die wenigen und in alle Winde verstreuten Trakehner zu sammeln und mit der Zucht neu zu beginnen. Das war und ist harte Arbeit, denn diese Rasse wurde von Beginn an rein gezüchtet; es dürfen also nur englisches und arabische Vollblut zugeführt werden. Die Dokumentation zeigt wunderschöne Pferdeaufnahmen und unternimmt eine Spurensuche in die dramatische Vergangenheit der Trakehner.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 12.03.2022 um 21:45 Uhr auf tagesschau24.