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Metropolen des Balkans

Sonntag, 06.03.2022 15:25 Uhr
SRF 1
Sonntag
06.03.2022
15:25 Uhr
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Sofia ist die ärmste, aber angeblich älteste Metropole Europas. Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Bulgariens. Allein dass 14 Prozent aller Bulgaren in der Hauptstadt leben, macht dies deutlich. Schon in der Antike war der Ort für seine Mineralwasserquellen bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte zogen diese viele Völker an: Thraker, Römer, Byzantiner und Osmanen ließen sich hier nieder. Das Kommen und Gehen der Kulturen spiegelt sich am deutlichsten in den Gotteshäusern wider. Man muss nur ein paar Minuten durch das Stadtzentrum spazieren und trifft auf Häuser aller Religionen und Zeiten. Es ist wie eine Zeitreise durch die Geschichte des Landes, das für seine religiöse Vielfalt und die Toleranz gegenüber Andersgläubigen bekannt ist. Bulgarien war auch das einzige Land, in dem es nach dem Zweiten Weltkrieg sogar mehr Juden gab als davor. Sie wurden von ihren Mitbürgern während der NS-Zeit beschützt. Trotz der schweren wirtschaftlichen Lage hat sich Sofia in den letzten Jahren stark gewandelt. Die Stadt gilt schon länger als das Silicon Valley Europas. Hochqualifizierte Fachkräfte in der Informationstechnik, schnelle Internetverbindungen, gründerfreundliche Voraussetzungen: Die IT-Branche boomt. Die Straßenbahnfahrerin Albena Asparukhova fährt mit ihrer grünen Bahn durch die schönsten Bezirke der Metropole, die Architektin Petja Petkova nimmt mit zum Tanz auf dem Platz vor dem Nationaltheater und Hristina Kamenova entdeckt das alte jüdische Viertel Kvartal, das sich langsam von einem Geheimtipp zu einem Szeneviertel entwickelt.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 06.03.2022 um 15:25 Uhr auf SRF 1.