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Orte der Kindheit

Friedrich von Thun
Samstag, 05.03.2022 10:00 Uhr
BR
Samstag
05.03.2022
10:00 Uhr
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Geboren wurde von Friedrich von Thun im Schloss der Familie in der mährischen Gemeinde Kvasice, als jüngster der vier Söhne des Grafen Ernst von Thun und Hohenstein. Er behauptet, eine schöne Kindheit gehabt zu haben, doch seine frühen Lebensjahre sind von Lagerhaft, Vertreibung und Heimatlosigkeit geprägt. Die Familie wurde 1945 in einem ehemaligen KZ interniert, kam 1946 frei und konnte schließlich völlig mittellos nach Österreich fliehen. Im steirischen Leoben fand die Familie ein Zuhause und die eigentliche Kindheit Friedrich von Thuns begann.
Der lebhafte und neugierige Bub, der stets im Schlepptau seines älteren Bruders unterwegs war, liebte die Streifzüge entlang der Mur. Mit zehn Jahren kam Friedrich von Thun ins Internat in das Abteigymnasium Seckau, das Schultheater erweckte seine Liebe zur Schauspielerei. Die klösterliche Strenge und Abgeschiedenheit verlieh den künstlerischen Impulsen, die er damals empfing, eine besondere Kraft. Das Theater, die heimlichen Jazz-Sessions, die moderne Malerei in der Kapelle: All das fiel auf fruchtbaren Boden und bereite seinen Weg als Künstler vor.
Film von Ute Gebhardt

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 05.03.2022 um 10:00 Uhr auf BR.