Das junge Gesicht des deutschen Rodelsports ist Julia Taubitz. In Annaberg-Buchholz saß sie erstmals mit ihrem fünf Jahre älteren Bruders auf einem Schlitten. Der steuerte geradewegs in einen Gebirgsbach, Julia Taubitz gewann das Geschwister-Rennen. Nächste Stationen ihrer Entwicklung zur Spitzen-Rennrodlerin waren die Sportschule in Oberwiesenthal und die Sportfördergruppe in Oberhof.
In dieser Reportage begibt sich die Doppel-Weltmeisterin von 2021 auf den Weg durch die Geschichte des Rennrodelns. So erkundigt sich die 25-Jährige beim gebürtigen Zwickauer Thomas Köhler, Goldmedaillen-Gewinner bei den olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck und 1968 in Grenoble, nach den Wurzeln ihrer Sportart. Auf ihrer Reise trifft Julia Taubitz in Berchtesgaden Josef Fendt, der 1976 Olympia-Silber im Einsitzer gewann und von 1994 bis 2020 der Präsident des internationalen Rennrodelverbandes FIL war.
Von Thomas Köhler, lange DDR-Cheftrainer und bei den Winterspielen 1984 und 1988 Chef de Mission, und Josef Fendt erfährt sie viel über den deutsch-deutschen Klassenkampf, der damals in der Eisrinne tobte.
Julia Taubitz trifft sich mit Rodel-Legenden wie Horst Hörnlein, Silke Kraushaar-Pielach, Barbara Niedernhuber, Sylke Otto, Georg "Schorsch“ Hackl und Felix Loch. Sie möchte die deutsche Erfolgsgeschichte gern fortschreiben und ihren Traum von Olympia-Gold 2022 in Peking wahr werden lassen. Doch mit Natalie Geisenberger, der Olympiasiegerin von 2014 und 2018, hat Julia Taubitz die größte Konkurrentin im eigenen Team.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 13.02.2022 um 23:15 Uhr auf BR.