

In "Europa - ungezähmt: Eisige Welten" widmet sich Filmautor Colin Collis den "eisigen Welten", die tief im Schnee verborgen liegen. Hier überleben nur die Stärksten. Denn während auf dem Großteil Europas ein mildes Klima herrscht, in dem es sich gut und gerne leben lässt, müssen die Bewohner der nördlichen Regionen dem extremen Wetter trotzen: Im Winter fallen die Temperaturen hier auf bis zu minus 40° Celsius – ein absoluter Härtetest für Flora und Fauna. Nur dank kluger Anpassungen und Überlebensstrategien überstehen die Bewohner die kalten Winter. Und trotzdem findet sich auch hier eine enorm vielfältige Natur: von Eisbären in der Steppe über Robben im teilweise gefrorenen Meer bis hin zu Wieseln in gefrorenen Wäldern.
Die winterliche Reise beginnt im äußersten Norden Europas, den baumlosen Bergregionen der schottischen Highlands. Zu sehen sind Rothirsche und Schneehasen, die sich gegen den Wärmeverlust wehren und Energie sparen, und Steinadler, die durch die klirrend kalten Lüfte fliegen. Anschließend führt die Reise nach Spitzbergen, das so kalt ist, dass selbst das Meer zufriert, und trotzdem Heimat von Rentieren, Ringelrobben und dem größten Landraubtier unserer Erde ist: dem Eisbären. Das Filmteam geht mit Polarfüchsen auf die Jagd und entdeckt die Nachfahren von Mammuts. Im Frühjahr führt die Reise in den Norden Finnlands und die dortige Taiga. Mit dem Frühling beginnt auch die Paarungszeit im Reich der Tiere und nicht nur Birkhühner liefern sich ritualisierte Schaukämpfe. Und mit dem Schmelzen des Schnees werden die weit verzweigten Tunnelsysteme der Wühlmäuse wieder freigelegt. Das freut nicht nur die Mäuse selbst, sondern auch deren Fressfeinde, die Marder. Aber nicht nur auf dem Festland lässt der Frühling das Eis schwinden: Auch das dicke Meereis beginnt zu schmelzen. Jetzt wird das Leben für die Bewohner der "eisigen Welten", zumindest für ein paar Monate, wieder leichter.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 24.01.2022 um 10:35 Uhr auf BR.