Flüchtlinge, Aufnahmeländer, Herkunftsländer – warum müssen Menschen ihre Heimat verlassen? Wie kann der Weg gelingen in ein Leben in Sicherheit, Freiheit und Wohlstand? Millionen Menschen weltweit sind betroffen, hinter den Zahlen stehen die individuellen Schicksale von Frauen, Männern und ihren Kindern.
MDR Kultur stellt fünf Dokumentar- und Animationsfilme vor, die sich mit dem Themenfeld Flucht und Migration beschäftigen. Alle Filme werden beim diesjährigen Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm gezeigt.
In seinem Animationsfilm "Flee" erzählt Jonas Poher Rasmussen die Geschichte seines Schulfreundes Amin und dessen traumatische Erlebnisse auf der Flucht aus Afghanistan. Ole Jacobs und Arne Büttner haben mehrere Monate die Afghanin Nasim im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos begleitet. Ihr Dokumentarfilm "Nasim" gibt Einblicke in den Alltag der zweifachen Mutter in dieser Extremsituation.
Eine besondere Animationstechnik, Öl auf Glas, verwendet Florence Miaihle, um die Geschichte der Flucht von Kyona und Adriel zu erzählen. "Die Odyssee" begleitet die Geschwister auf ihrem schweren Weg in ein Leben in Freiheit. Juliane Henrich begibt sich in "Vor Zeit" auf die Suche nach ihren familiären Wurzeln in ein Dorf in Schlesien, einst deutsch - heute polnisch. Dieser Dokumentarfilm behandelt das Thema Migration und gibt einen anderen Blick auf die Begriffe Herkunft und Heimat. Das Aufwachsen der kleinen Özgür ohne ihre Mutter, die nach Deutschland als Gastarbeiterin eingewandert ist, zeigt Zeynep Sıla Demircioğlu in Form von animierten Naturdarstellungen. "My Mother's Hair" ist ein Kurzfilm über Sehnsucht, Liebe und Heimat.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 30.10.2021 um 00:10 Uhr auf MDR.