Die älteste der Siedlungen, Bruno Tauts Gartenstadt, ist nicht zufällig aus bunten Häusern erbaut: Licht, Luft, Pflanzen, Farbe - Bedingungen des Glücks. In den Jahren der Weimarer Republik wurden die Siedlungen größer, städtischer, auch monumentaler. Aber immer hielten sie sich an den Gedanken eines durchgrünten städtischen Raums. Gleichzeitig bestimmten konsequente Funktionalität, Reihung, Sachlichkeit die Architektur des Neuen Bauens. So entstanden, vor allem in der "Weißen Stadt" in Berlin Reinickendorf, Gebäudekomplexe von großer Überzeugungskraft und zeitloser Modernität. Gleichzeitig jedoch, spätestens in der "Ring-Siedlung" Siemensstadt, einer modernen "Stadtlandschaft", kündigt sich die Entwicklung der Nachkriegsjahre an: An ihrem Ende wird die Trabantenstadt stehen, der soziale Brennpunkt.
Film von Andreas Christoph Schmidt - aus der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit"
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 24.10.2021 um 07:30 Uhr auf HR.