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Warum? Schlechte Jobs in der Altenpflege

Eine Reportage von Adrian Oeser
Samstag, 04.09.2021 17:15 Uhr
HR
Samstag
04.09.2021
17:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

3,5 Millionen Menschen in Deutschland gelten als pflegebedürftig, 2,6 Millionen von ihnen werden zuhause betreut. Können oder wollen die Angehörigen die Pflege nicht übernehmen, greifen viele auf 24-Stunden-Betreuung zurück: Eine Haushaltshilfe lebt im selben Haushalt und ist die meiste Zeit des Tages anwesend. Geschätzt in 300.000 Haushalten ist das der Fall. Filmautor Adrian Oeser trifft Pflegerinnen und Familien, spricht mit Vermittlerunternehmen und holt Stimmen aus Wissenschaft und Verwaltung ein.
Familie Schwenk im Rheingau-Taunus-Kreis hat sich für diese Betreuungsform entschieden. Eine Betreuerin aus Polen lebt mit dem 86-jährigen Vater im Haushalt und ist für ihn da. Sie erzählt von der Arbeit und den Gründen, warum sie nach Deutschland gekommen ist. Über eine Agentur beschäftigt, arbeitet sie legal mit schriftlichem Arbeitsvertrag. Sie hat feste Pausenzeiten und freie Tage.
Gewerkschafterin Maria Aniol kennt die Arbeitsverhältnisse der Frauen in der Branche und weiß, was im Arbeitsvertrag steht, ist das Eine, doch die Realität sieht oft ganz anders aus. Gerade, wenn die Vermittlung über unseriöse Agenturen verläuft oder gar illegal stattfindet. Betreuerinnen aus Polen berichten von fehlender Freizeit und schlechter Bezahlung. In Deutschland ist Pflege ein Mangelberuf. Die Betreuerinnen aus Osteuropa füllen diese Lücke. Mit Vor- und Nachteilen für alle Beteiligten.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 04.09.2021 um 17:15 Uhr auf HR.